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Mai 2017

Ausbildungsbörse – Bürgeraktion macht Verbesserungsvorschlag

 

 
Kann man eine gute Veranstaltung wie die Hildener Ausbildungsbörse noch verbessern? Man kann, findet die Bürgeraktion und hat dazu einen Vorschlag im Stadtrat präsentiert: Die Stadtverwaltung möge prüfen, ob die bei Schülern, Eltern, Betrieben und Beratern so beliebte Veranstaltung auf die Zeit vor Ostern vorverlegt werden kann. Wie BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen erläutert, hätte das den Vorteil, dass gleich auf der Börse für die im Anschluss stattfindenden Schulferien Praktika vereinbart werden könnten.
In der Regel sei mit dem Besuch der Ausbildungsbörse die Orientierungsphase für einen Ausbildungsberuf bei den Interessenten nicht abgeschlossen, gibt Reffgen zu bedenken. „Vielfach erwächst aus den Gesprächen der Wunsch, die Erkenntnisse im Rahmen eines Praktikums und durch persönliches Erleben testweise auszuprobieren.“ Gleichzeitig sei es aus Sicht der Schule wichtig, dafür so wenig Unterrichtszeit wie möglich zu opfern. Deshalb kämen bei Schülern für Betriebspraktika  vorrangig Ferienzeiten in Frage – schon gar, wenn mehrere Praktika angestrebt würden.
In dieser Situation spielten die Osterferien eine wichtige Rolle. Mit noch genügend zeitlichem Abstand zum Beginn des neuen Schul- und Ausbildungsjahrs biete das Frühjahr noch ausreichend Möglichkeiten, Berufswünsche zu konkretisieren und die Entscheidungsphase in einen Ausbildungsvertrag münden zu lassen. Reffgen: „Da wäre es sehr hilfreich, die Ausbildungsbörse zeitlich so zu disponieren, dass im Anschluss die schulfreie Zeit der Osterferien zu Praktikumszwecken sinnvoll genutzt werden kann.“

Spielplatz „Bruchhauser Kamp“

 

Bürger beklagen schlechten Zustand – Neues Spielgerät lässt auf sich warten
In der Einwohner-Fragestunde der Ratssitzung haben sich Bürger danach erkundigt, warum der Kleinkinder-Spielplatz in ihrem Wohngebiet sich noch immer in scheußlichem Zustand befindet. Die BA legte nach.
„Alles neu macht der Mai“, sagt der Volksmund. Darauf hatten sich die Anwohner im Hildener Südwesten gefreut und gehofft, der Spielplatz „Am Bruchhauser Kamp“ werde im Laufe des Frühjahrs wieder in einen für Kinder attraktiven Zustand versetzt. Im März hatte der Stadtrat nach langem Hin und Her dem Antrag der Bürgeraktion (BA) zugestimmt, den Spielplatz nicht aufzugeben, sondern das im vergangenen Jahr entfernte Spielgerät zu erneuern.
Wann das endlich in die Tat umgesetzt werde und der aktuell trostlose, von wucherndem Unkraut gekennzeichnete Zustand ein Ende habe, wollten mehrere Bürger in der letzten Ratssitzung von der Stadtverwaltung wissen. In ihrer Antwort verwies die Bürgermeisterin entschuldigend auf den gerade erst kürzlich genehmigten Haushalt, der zuvor keine Ausgaben zur Neuanschaffung zugelassen habe. Zum miserablen Allgemeinzustand wurde indes kein Wort verloren.
Das holte jetzt BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen mit einer Anfrage nach. Er bat die Verwaltung um Auskunft, ob sie kurzfristig in der Lage sei, dem Zustand der Verwahrlosung auf der Spielfläche ein Ende zu bereiten und beispielsweise das wuchernde Unkraut von den Sandflächen zu entfernen. Reffgen: „Gerade in der wärmeren Jahreszeit wäre es schade, wenn die Nutzung des Platzes indirekt vereitelt würde. Eigentlich sollte eine Pflege- und Säuberungsaktion haushaltsunabhängig vom Grünflächenamt oder Bauhof unproblematisch zu bewerkstelligen sein.“

NRW-Landtagswahlkampf – Was Parteien so verzapfen

 
Fehler gehören zum menschlichen Leben. Manchmal sind es gerade Fehler, die – soweit damit keine folgenschweren Konsequenzen verbunden sind – für eine humane Atmosphäre sprechen und das Gefühl vermitteln: Hier menschelt es, hier sind nicht nur Apparate am Werk.
 
Peinlich nur, wenn Fehler gerade dort auftreten, wo Lösungskompetenz vonnöten wäre, aber bestenfalls vorgetäuscht werden soll. So versucht die SPD im Namen der Ministerpräsidentin in einer Werbeanzeige (veröffentlicht in der Mülheimer Woche) mit der Aufforderung „Kein Kind zurücklassen!“ eine Lanze für mehr Bildung in NRW zu brechen, und stellt ausgerechnet dabei unter Beweis, dass die Verfasser die deutsche Sprache beim richtigen Umgang mit der Präposition „seit“ („7200 Lehrer mehr seid 2010!“) nicht beherrschen. Der Rechtschreibfehler macht in der Tat Bildungsdefizite deutlich. „Mehr Bildung“ – die SPD liefert gleich im Selbsttest den Nachweis – tut hier wirklich not. Was aber auch beweist, dass Geld nicht alles in der Bildung ist, sondern man sich auch um Bildungsinhalte kümmern sollte. Und korrektes Schreiben mehr als nur eine lästige, sekundäre Kulturtechnik ist.
 
Beispiel Nummer zwei: Hier wirbt die örtliche CDU-Kandidatin, Claudia Schlottmann, in einer persönlich unterzeichneten Anzeige für mehr Eigentumsbildung bei Familien, „damit der Traum vom Eigenheim nicht nur ein Traum bleibt“ (Wochen Anzeiger, 8. April 2017). Die Haltung wäre prinzipiell nicht zu beanstanden, wäre da nicht ein Patzer im Werbetext, der Schlottmann als explizit ahnungslos entlarvt. Denn sie verwechselt in der Argumentation die Grunderwerbssteuer – für deren Erhöhung zu Recht die rotgrüne Landesregierung verantwortlich zu machen ist – mit der Grundsteuer, die in der Zuständigkeit der Kommunen liegt. Und das nicht nur ein Mal, sondern gleich drei Mal. Damit kann der zufällige Fehlerteufel als Ursache getrost ausgeschlossen werden. Im Übrigen haben Frau Schlottmann und die CDU gemeinsam mit der SPD im Stadtrat für die Erhöhung der Grundsteuer in Hilden gestimmt. Vielleicht, ohne wirklich zu wissen, was das bedeutet; aber auf jeden Fall zum Leidwesen aller Eigentümer und Mieter.
So gesehen ließe sich dem Wahl-Slogan „NRW geht schlauer“ durchaus etwas abgewinnen. Zum Beispiel mit einem besseren Personalangebot der Parteien zur Landtagswahl.

 

Die Bürgeraktion wird 18

 

Vor 18 Jahren wurde die Wählergemeinschaft „Bürgeraktion Hilden“ (BA) gegründet. Das sei mehr als eine Laune der Natur gewesen, urteilt Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen. 

Auf den Tag 18 Jahre ist es her, dass der offizielle Start der Bürgeraktion stattfand. Damals war – wie übrigens heute noch immer – vor allem eine „maßlose Stadtentwicklung“ Anlass für den Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger, sich politisch einzusetzen. „Wir sahen unsere Interessen bei den etablierten Parteien nicht gut aufgehoben“, erinnert sich Ludger Reffgen, einer der Mitgründer der freien Wählergemeinschaft. Deshalb sei die Gründung der BA weit mehr als eine Laune der Natur gewesen. 

Von Anbeginn habe sich die BA über das Hauptthema „Zukunft der Stadt“ hinaus mit einem umfassenden Wahlprogramm thematisch breit aufgestellt und eigene Akzente im Stadtrat gesetzt. Im Gegensatz zu den Parteien sei die BA jedoch seit eh und jeh ausschließlich auf Hildener Belange fokussiert. „Wir haben unser Ohr ’nur‘ auf der Mittelstraße und nicht auf Kö oder Ku’damm.“

Offiziell, so die derzeitige BA-Vorsitzende Sabine Kittel, werde die Bürgeraktion den Geburtstag bei verschiedenen Gelegenheiten im Laufe des Sommers begehen, „wenn der Qualm um die Landtagswahl abgezogen ist“. 

Der sofortige Austausch des Kunstrasens auf dem VfB-Platz ist „nicht zwingend“

Im Hals-über-Kopf-Verfahren hatten die Mitglieder des Finanzausschusses im März die Prioritätenliste der Stadt für die Sanierung der Kunstrasenplätze durcheinander gewirbelt. Nachdem CDU-Ratsfrau Claudia Schlottmann von zwei Spielerverletzungen beim VfB zu berichten wusste, die angeblich auf das Konto einer löchrigen Deckschicht in der Platzoberfläche gingen, sah sich der Ausschuss gezwungen, unmittelbar die Notbremse zu ziehen und die Signale für eine kurzfristige Platzsanierung an der Hoffeldstraße auf Grün zu stellen.
Als das Sportamt gleich am nächsten Tag ans Werk ging, die Löcher zu suchen, staunten viele Beteiligte nicht schlecht: Außer einer schadhaften Naht – und die war nicht einmal Ursache für die Verletzungen – ließ sich rein gar nichts finden. Die Naht war schnell repariert und der Platz nach einer kurzen Sperre auch wieder bespielbar.
Ob angesichts dieser überraschenden Entwicklung, mit der niemand zuvor gerechnet hatte, die Verwaltung die komplette Platzsanierung wirklich als extrem dringend betrachte, wollte daraufhin die Bürgeraktion in einer Anfrage wissen. Und welche Möglichkeiten die Stadt ansonsten habe, die Sanierung mit Rücksicht auf den Trainings- und Spielbetrieb so schonend wie möglich abzuwickeln.
Nach Abwägung der Sach- und Faktenlage könne von einer Dringlichkeit nur bedingt gesprochen werden, schränkt jetzt die Verwaltung in der Antwort gegenüber BA-Ratsfrau Sabine Kittel ein. Ein sofortiger Austausch des Kunstrasenbelags sei aus Sicherheitsgründen nicht zwingend notwendig. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen Verletzungen von Spielern und dem Zustand der Platzanlage.
Auch der Fußballverband habe den Platzzustand nicht beanstandet. An der Erneuerungsbedürftigkeit der Deckschicht bestehe wegen der intensiven Beanspruchung zwar grundsätzlich kein Zweifel. Dennoch – gibt die Verwaltung zu bedenken – stünde eine vorgezogene Sanierung im Widerspruch zur positiven Entwicklung der Sportplatzanlagen. Weil unter anderem die mit den Kunstrasenplätzen verbundene Steigerung der Nutzungsstunden auf die Schnelle im laufenden Betrieb nicht auszugleichen sei.
Sollte es politisch gewünscht sein, könnte die Sanierung zwar noch in diesem Jahr stattfinden, heißt es weiter in der Stellungnahme. Aus zeitlichen Gründen könne das aber nur unter schwer kalkulierbaren Umständen geschehen. Mit entsprechendem Vorlauf könnte die Sanierung in 2018 wesentlich verlässlicher und weitestgehend ohne Risiken über die Bühne gebracht werden.
In einer Sondersitzung am 29. Mai sollen dem Schul- und Sportausschuss jetzt die  Ablaufpläne für eine Sanierung in 2017 oder 2018 präsentiert werden, bevor die Mitglieder eine abschließende Entscheidung treffen.
KOMMENTAR
Sportplatz Hoffeldstraße: Einem Irrtum aufgesessen
Bei der Entscheidung, die für 2018 geplante Sanierung des Sportplatzes Hoffeldstraße auf dieses Jahr vorzuziehen, ist der Stadtrat einem Irrtum aufgesessen. Die Begründung, die den Rat veranlasste, eine besondere Dinglichkeit für ein kurzfristiges Handeln zu unterstellen, weil angeblich bereits Gefahr im Verzug sei, erwies sich bei genauerem Hinsehen als nicht haltbar. Im aktuellen Sprachgebrauch könnte man auch von „alternativen Fakten“ sprechen.
Deshalb sollte der Rat schnellstens wieder zu den Regeln des Fair-Play zurückkehren und seine Entscheidung auf eine seriöse Grundlage stellen; will heißen revidieren. Wer versucht, mit einem Foul das Spiel für sich zu beeinflussen, riskiert disqualifiziert zu werden. In der Demokratie haben die Wähler die Schiri-Funktion und mit dem Stimmzettel die Macht, einen Platzverweis auszusprechen.
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