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8. Januar 2019

Großbaustellen auf der A 46 und der Elberfelder Straße – BA: „Das kann nicht gut gehen“

In dieser Woche beginnt die auf eine Dauer von mindestens 22 Monaten ausgelegte Großbaustelle in der Elberfelder Straße (B 228). In der gleichen Zeit wird im Hildener Kreuz vom Landesbetrieb Straßen NRW eine Brücke über die A 46 erneuert. Die Ratsfraktion der Bürgeraktion befürchtet schlimme Folgen für Autofahrer und Anwohner: „Unsere Bedenken sind nicht ausgeräumt. – Das kann nicht gut gehen.“

Die Wechselwirkung mit anderen Baustellen hatte sich bereits in den Sommerwochen gezeigt, als gleichzeitige Baustellen an Brücken auf dem Ostring und der Elberfelder Straße das Verkehrschaos bis weit in den Herbst perfekt machten. Das Verkehrsverhalten staugeplagter Autofahrer werde sich auch künftig nicht von den, auf falschen Annahmen beruhenden Prognosen des Hildener Tiefbauamts steuern lassen, so die BA.

Wie die Stadtverwaltung anzunehmen, dass der Neubau einer Brücke über die A 46 am Hildener Kreuz selbst bei Aufrechterhalten aller Fahrspuren keinerlei Einfluss auf den Verkehrsfluss haben werde, sei einfach weltfremd. Verengte Fahrstreifen auf der A 46 seien baustellenbedingt überhaupt nicht zu vermeiden und würden das Unfall- und Staurisiko für lange Zeit beträchtlich erhöhen. Autofahrer würden sehr sensibel auf staugefährdete Strecken reagieren.

„Die Verwaltung steuert sehenden Auges auf das nächste Verkehrschaos zu.“

Im Übrigen habe die Verwaltung noch letztes Jahr im Frühjahr bestätigt, dass ihr die Problematik voll bewusst sei: „In der Vergangenheit hatten die größten Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr in Hilden akute Staus auf der A 46 Richtung Düsseldorf. Autofahrer versuchten dann auf die parallel laufende B 228 auszuweichen, um nach Düsseldorf o.ä. zu gelangen“, heißt es in einem Schreiben an die BA. Aus deren Sicht ist damit das Problem absolut zutreffend beschrieben. „Die Verwaltung steuert also sehenden Auges auf das nächste Verkehrschaos zu“, sagt dazu BA-Fraktionschef Ludger Reffgen.

Die B 228 sei weder eine gewollte Entlastungsstrecke für die A 46, noch könne es Ziel der Stadt Hilden sein, dass sie eine solche Funktion erfüllen könnte, hatte es damals aus dem Rathaus weiter geheißen. Und wörtlich: „Dies auch schon zum Schutz der Innenstadtbevölkerung (Luftverunreinigung). Darüber hinaus können bekanntlich keine zusätzlichen Verkehrsmengen über die B 228 abgewickelt werden, da dies die Infrastruktur nicht hergibt. Dies haben ja die besonderen Verkehrslagen der Vergangenheit ganz eindeutig aufgezeigt.“ Für die BA steht das Handeln der Verwaltung, ohne eine Baustellen-Koordination auskommen zu wollen, dazu in glattem Widerspruch.

Reffgen erstaunt auch der Mut und die Überheblichkeit, nach den Erfahrungen mit dem monatelangen Desaster mit der Baustelle an der Kreuzung Oststraße alle Warnungen in den Wind zu schlagen und Forderungen nach einem klugen Baustellenmanagement abzulehnen. „Die Bürger werden erneut Opfer eines völlig überheblich agierenden Tiefbauamts und der Unfähigkeit zweier Behörden, sich miteinander abzustimmen.“

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