BA zum Stadtwerke-Verkauf: „Wir würden wieder dagegen stimmen.“

By 8. August 2018Neues

 

So politisch umstritten der Stadtwerke-Verkauf vor zehn Jahren war, ist er es bis heute geblieben. Der Auffassung, der Verkauf von damals 49,9 Prozent des Unternehmens sei richtig gewesen, stimme die BA auch heute nicht zu, schreibt Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen in einem Beitrag für die Rheinische Post

Die atmosphärisch gute Zusammenarbeit mit den Partnern in Düsseldorf könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Deal sehr hohe Kosten verursacht habe. Allein die enormen Transaktions- und Beratungskosten hätten eine siebenstellige Summe verschlungen.

Rückblickend habe den Stadtwerken vor allem geholfen, mit einer neuen Geschäftsführung in andere Fahrwasser zu kommen. Dazu hätte es jedoch keines Verkaufs bedurft, sondern einer rationalen Aufsichtsratsentscheidung. Die alte, bewährte Unternehmenskonstruktion, die Gewinne der Energiesparten mit den Verlusten von Bädern und Verkehrsbetrieb zu verrechnen, sei durch die Düsseldorfer Beteiligung wohl weißlich nicht angetastet worden.

Auch die Tatsache, dass nach acht Jahren – erneut unter Hinzuziehung teurer Experten –  mit dem Rückkauf von 25 Prozent der Verkauf zur Hälfte wieder rückabgewickelt worden sei, lasse die damals politisch motivierte Entscheidung sehr fragwürdig erscheinen. Belastend habe sich auch die internationale Finanzkrise ausgewirkt, die just 2008 die Kapitalmärkte erschütterte und in der Folgezeit alle rosigen Anlageprognosen für den Verkaufserlös auf den Kopf gestellt habe. „Das war mehr als nur ein Tropfen Wermut im guten Wein“ und habe die Bilanz arg getrübt. „Wir würden auch heute wieder gegen den Verkauf stimmen und einer weniger teuren Lösung den Vorzug geben.“

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