Miserables Baustellen-Management

Seit über einer Woche befindet sich die Kirchhofstraße im Ausnahmezustand. Die Durchfahrt vom Lindenplatz zur Gabelung ist gesperrt. Bauarbeiten, die die Sperrung rechtfertigen würden, sind bisher (noch) nicht wirklich zu erkennen. Das bringt viele, der ohnehin gestressten Autofahrer morgens und abends zusätzlich auf die Palme und strapaziert extrem die Nerven.

Vielen reißt der Geduldsfaden. Sie umfahren einfach die Absperrbarrikaden, fahren durch die momentan verschlafen wirkende Kirchhofstraße und passieren Sekunden später flüssig die Kreuzung Gabelung. Illegal und unter Missachtung aller Verbote. Aber spätestens beim Durchatmen an der Ampel Berliner Straße wird rückblickend nochmals der Unsinn einer Baustellenabsperrung bewusst, die wertvolle Lebenszeit kostet. Einfach ärgerlich.

Was sich im Augenblick vor allem morgens und nachmittags auf einer der Nord-Süd-Achsen durch Hilden abspielt, ist typisch für den amtlichen Umgang mit Ausnahmesituationen. Natürlich weiß man auch im Rathaus um die prekären Folgen solcher Maßnahmen für die Bürger. Aber warum dabei vor etwas zurückschrecken, wenn man die Leidensfähigkeit der Menschen immer wieder risikolos auf die Probe stellen kann?

Keine Frage: So lästig es auch sein mag, die Regenwasserkanalsanierung auf der Kirchhofstraße muss sein. Und dass dabei auch verkehrliche Einschränkungen hinzunehmen sind, steht ebenso außer Frage. Aber würde es nicht reichen, die Sperrung und Umleitung konkret auf die Zeiten zu beschränken, in denen die Bauarbeiten auch tatsächlich stattfinden und die Nutzung der Fahrspuren unmöglich ist?

Was prinzipiell selbstverständlich erscheinen mag, ist offenbar im Rathaus überhaupt nicht klar. Und das ist kein Einzelfall. Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr nervten nicht abgestimmte Baustellen im Bereich Elberfelder Straße /Ostring den ganzen Sommer über die Autofahrer, an der Oststraße dauerte es gar bis zum Jahresende. Die unhaltbaren Zustände veranlassten die Bürgeraktion damals zu mehreren Anfragen im Stadtrat. Und damals wie jetzt ist der Stein des Anstoßes der gleiche: ein miserables Baustellen-Management.

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