BA-Initiative „Pro Rad“

Mit einer Initiative „Pro Rad“ ist die Bürgeraktion in den Herbst gestartet. Dazu hat die Fraktion im Stadtrat gleich vier Anträge vorgelegt.

Unter dem Motto „Sicher Radfahren in Hilden“ möchte die BA den Stadtrat veranlassen, das Thema „Sicherheit für Zweiradfahrer“ auf die Tagesordnung zu setzen. Um die Sicherheit von Radfahrern stehe es in Hilden vielfach kritisch. Das jedenfalls hat Ludger Reffgen aus einer Veranstaltung des Jugendparlaments mitgenommen.

Anlass für den Fraktionsvorsitzenden der Bürgeraktion, das Thema in Kürze ausgiebig im Stadtentwicklungsausschuss zu erörtern. Dabei bezieht sich die BA auch auf einen im Frühjahr veröffentlichten Vergleichstest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Trotz der in Hilden relativ günstigen topografischen Bedingungen schaffte die Stadt beim Fahrradklima-Test nur eine magere 3,8 als Gesamtnote.

„Die Zufriedenheitswerte der Radfahrer sind in Hilden nicht rosig.“

Bedenklich findet es Reffgen, wenn auch in puncto Sicherheit die Bewertung kaum besser als ausreichend ausfällt. „Die alarmierende Botschaft von Jugendlichen, dass sich die Radfahrenden nicht sicher fühlen“, sei ein deutliches Signal, erläutert Reffgen. „Wir sehen die Sicherheit der Radfahrer als unverzichtbare Voraussetzung, um das Radfahren für alle zu ermöglichen und attraktiv zu machen.“

In einem weiteren Antrag hatte die BA angeregt, mit dem Landesbetrieb Straßen-NRW Verhandlungen aufzunehmen, um den Kreuzungsbereich Westring/Eller Straße/Hülsenstraße radfahrfreundlich und -sicher auszubauen. Der Knotenpunkt sei wichtig für die Radwegeverbindung von und nach Düsseldorf und insbesondere für Pendler von Bedeutung, die auf durchgängige Netze extrem angewiesen seien, hatte die BA argumentiert, scheiterte aber an Ratsmehrheit und Verwaltung, denen der Aufwand zu hoch schien. „Die Förderung klimafreundlicher Mobilität kann nur gelingen, wenn wir gute und sichere Radwegeverbindungen schaffen und ausbauen“, ist Reffgen hingegen überzeugt. Er zeigte sich verärgert darüber, dass eine eventuelle Förderung durch ein Landesprogramm im Rathaus überhaupt nicht in Betracht gezogen wurde.

Dagegen gibt es für Radfahrer, die für ihr Zweirad im Bereich der Stadthalle eine Abstellmöglichkeit suchen, demnächst eine Lösung. Die BA hatte festgestellt, dass die Stadthalle als eine der großen Infrastruktureinrichtungen in der Innenstadt, für fahrradfahrende Veranstaltungs-Besucher nur sehr unzureichend mit Zweiradabstellanlagen ausgestattet sei. Das soll sich nun bald ändern. Die BA hatte angeregt, in der Nähe der Eingänge zur Stadthalle eine größere Anzahl von Haltebügeln für Zweiräder zu installieren.

Teilerfolg: Die Gebühr für Fahradboxen wird halbiert.

Als nicht akzeptabel war von vielen Zweirad-Pendlern die Einführung einer Gebühr für die Fahrradboxen an den S-Bahn-Haltepunkten empfunden worden. Folge: Viele Boxen stehen leer. Deshalb wollte die BA zum alten System der kostenfreien Nutzung zurück und beantragte die Abschaffung der Gebühren, konnte sich damit aber mehrheitlich noch nicht durchsetzen. Immerhin kam es im Haupt- und Finanzausschuss zu einem Teilerfolg: Die Gebühr wird künftig von 80 auf 40 Euro jährlich halbiert. Reffgen: „Ob das zu einer höheren Auslastung der Boxen führt, bleibt fraglich.“ Die BA werde die weitere Entwicklung beobachten.

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