In der vergangenen Woche stand der als öffentliches Ärgernis wahrgenommene Zustand des sogenannten Europaplatzes mal wieder im Mittelpunkt des lokalpolitischen Interesses.

 

Auslöser war eine Anfrage, zu der sich die für ihre geistige Urheberschaft verantwortliche CDU-Fraktion veranlasst gesehen hatte. Am jämmerlichen Zustand der Örtlichkeit war zuvor über die Medien zum wiederholten Mal Kritik laut geworden.

Mit der Anfrage hatte die CDU die Verwaltung indirekt veranlassen wollen, durch intensivere Pflege- und Reinigungsintervalle „den Europaplatz wieder in einen gepflegten Zustand zu versetzen“ und dem Risiko von Schäden durch Vandalismus und Graffiti zu begegnen.

Dem hat der Bürgermeister in der vorliegenden Antwort eine klare Absage erteilt. Seine Verwaltung sehe keine Möglichkeit, den Platz künftig besser zu pflegen, noch ihn vor Beschädigungen besser zu schützen. Durch die räumliche Nähe der benachbarten Skateranlage werde der Platz von Jugendlichen vereinnahmt, die ihr Umfeld altersgerecht gestalten wollten.

Der Bürgermeister versucht damit, den permanenten Konflikt zwischen der Erwartungshaltung der CDU an einer, dem europäischen Gedanken gerecht werdenden Gestaltung und dem Anspruch jugendlicher Nutzer an eine dem Schulcampus angepasste Lebenswirklichkeit zu verdeutlichen.

Abschließend stellt die Antwort aus dem Rathaus vage in Aussicht, in ferner Zukunft die Platzgestaltung in die Revitalisierung des Holterhöfchens einzubeziehen und dabei die bisherigen, den Platz charakterisierenden Elemente – Fahnenmast, Sitzbank und Blumenkübel – zu verwerten. Das könnte jedoch frühestens erst in vier Jahren der Fall sein. Und auch nur unter der Voraussetzung, es gibt dafür eine Förderung aus Berlin. Entsprechende Zuschussanträge waren bisher von dort allerdings schon zweimal abgelehnt worden.

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