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Bürgeraktion beantragt Aktionswochenende

By 3. April 2013Pressemitteilungen

zum 75. Jahrestag der Progromnacht

Ein denkwürdiges Datum: 9. November 1938. In diesem Jahr jährt sich das mit dem Begriff Pogromnacht belegte, abscheuliche Ereignis einer stadtweiten Hetzjagd auf jüdische Mitbürger zum 75. Mal. Die Bürgeraktion möchte den Jahrestag zum Gedenken mit einem besonderen Aktionswochenende begehen. Der Stadtrat wird sich in seiner kommenden Sitzung am 10. April mit dem Vorschlag beschäftigen.

Der Vorschlag soll an eine Projektwoche im Jahr 2008 anknüpfen. Damals war es der Stadt gelungen, ebenfalls auf Anregung der Bürgeraktion, mit „Wir gegen rechts – Eine Woche für Hilden und gegen das Vergessen“ ein beeindruckendes Zeichen zu setzen. Die damit entwickelte „Erinnerungskultur“ gelte es fortzusetzen, heißt es in dem Antrag, den Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen dem Bürgermeister vorgelegt hat.

Das Veranstaltungswochenende solle der Bevölkerung, insbesondere Jugendlichen der Stadt, Möglichkeiten zum demokratischen Engagement aufzeigen. Dazu könnten zum Beispiel kulturelle Darbietungen und Ausstellungen gehören, die einen direkten Bezug zur Pogromnacht 1938 hätten und eine aktive Auseinandersetzung besonders mit der lokalen Geschichte ermöglichen, wie Reffgen erläutert.

„Die Menschenfeindlichkeit von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenhass hatte in unserer Stadt ein besonders teuflisches Gesicht.“ Aus Sicht der Bürgeraktion sollten bei der Vorbereitung des Aktionswochenendes Schulen, Kirchen, und Verbände zur Mitarbeit eingeladen werden. Mit ihren Ideen und Beiträgen könne ein breiter gesellschaftlicher Konsens hergestellt werden. Ziel sei ein „würdiges Erinnern in der gesamten Stadt“, so Reffgen.

 

3. April 2013

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