Das Thema ist grundsätzlich tabu in Hilden und soll es eigentlich auch bleiben.
Eigentlich spricht man im offiziellen Hilden nicht gerne drüber. Jetzt hat‘s die Rheinische Post doch getan: Leerstände in der Innenstadt.
Zum Beispiel Mittelstraße/Ecke Axlerhof – zentraler geht‘s kaum: Das Nest ist fertig, aber keiner will einziehen.
Dass es in der Hildener Innenstadt Leerstände gibt, wird im Rathaus gerne wie ein dummes Gerücht behandelt, wie ein Fremdwort, das nicht ernst zu nehmen sei. Und wenn ausnahmsweise doch, dann liegt‘s an den Vermietern und deren zu hohen Preisvorstellungen, die im Wege sind. Hauptsache, andere sind schuld! Schließlich möchte man sich nicht daran hindern lassen, die Nase hoch zu tragen, wenn’s um die Einkaufsmeile geht.
Hört man in den digitalen Medien genauer hin, kommen auch solche „Kleinigkeiten“ wie Parkgebühren ins Spiel, die scheinbar doch manchen Menschen die Lust am Shoppen in Hilden vermiesen. Auch das will im Rathaus keiner wahrhaben. Denn, beschlossen ist schließlich beschlossen – basta. Im Übrigen weiß man im Rathaus doch, was für die Bürger gut ist.
Im Herbst will sich die Stadt wieder an der Neuauflage der Studie „Vitale Innenstädte“ beteiligen. Im Mittelpunkt steht eine Analyse, die sich auf eine Passantenbefragung stützt. Diejenigen, die ihre Einkäufe inzwischen von zuhause erledigen, oder ihr Geld lieber in anderen Centren ausgeben, werden dabei nicht mehr zu Wort kommen.