Über Geschmack lässt sich trefflich streiten. Dass die Meinungen über den Wert des Werbetransparents „Hilden, was liegt näher!“ demzufolge weit auseinander gehen, ist von daher nicht verwunderlich.

 

Während die einen den Slogan für eine „langweilige, abgegriffene Plattitüde“ halten, der man „nicht nachweinen“ müsse, wie Ludger Reffgen für die Fraktion Bürgeraktion|Piraten im Wirtschaftsförderungsausschuss anmerkte, zeigen sich andere nostalgisch verliebt in den Spruch und engagieren sich wortreich für den Erhalt – an ihren bisherigen Standorten und im Zweifel auch darüber hinaus.

Fakt ist, die beiden Leuchtbanner am oberen und unteren Ende der Mittelstraße wurden – weil defekt – demontiert. Das sorgte neulich für vielfältigen Antrags- und Gesprächsstoff im Wirtschaftsförderungsausschuss. Nach langen Diskussionen sollen sie jetzt auf Kosten des Stadtmarketing e.V. nicht nur repariert, sondern anschließend nach dem Willen der Ausschussmehrheit von CDU, SPD und AfD wieder aufgehängt werden. Vorübergehend, bis etwas Besseres gefunden ist.

So werden die Leuchtschriftzüge in absehbarer Zeit am angestammten Platz die einen wieder erfreuen. Die anderen werden die Transparente mit dem abgedroschenen Spruch vermutlich nicht weiter wahrnehmen und alltäglich daran vorbeilaufen, ohne nennenswert Notiz zu nehmen. Übrigens: Übergangslösungen haben bekanntlich die Eigenart, bisweilen sehr alt werden zu können.

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