Eine neue Anlage zum Reinigen und Zurückhalten von Regenwasser im Nordwesten der Stadt wird für die Menschen in der Meide keine Entlastung bringen.
Das in Mengen anfallende Regenwasser reinigen und zurückhalten bevor es in den Hoxbach abgeleitet wird, das wird die Aufgabe einer neuen Anlage sein, die im Nordwesten der Stadt gebaut werden soll. Die Stadtverwaltung informiert aktuell über dieses Bauprojekt. Die örtliche Presse hat die Nachricht aufgegriffen und mit „Stadt rüstet Hoxbach gegen Starkregen“ überschrieben (Rheinische Post vom 22. Juli 2026).
Vor allem der gewählte Titel sei geeignet, den falschen Eindruck zu vermitteln, der Bau dieser Regenrückhalte-Anlage am Hoxbach stünde im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz, den viele Bürger im Norden der Stadt reklamieren. Darauf hat jetzt der Fraktionsvorsitzende von Bürgeraktion und Piraten, Ludger Reffgen, gegenüber der Zeitung aufmerksam gemacht. Erst kürzlich hatte die Bürgeraktion (BA) im Zusammenhang mit der sich zum fünften Mal jährenden Flutkatastrophe von 2021 auf einen noch immer bestehenden Nachholbedarf zur Gefahrenabwehr am Hoxbach, vor allem im Wohngebiet Meide, hingewiesen. Dort erzeugt jeder Starkregen bei einigen Anrainern nach wie vor Alpträume.
Das jetzt beschriebene Bauprojekt habe mit der Eindämmung der Hochwasserrisiken in der Meide jedoch nichts zu tun. Damit begegnet Ludger Reffgen, Chef der gemeinsamen Ratsfraktion von BA und Piraten dem sich aufdrängenden Eindruck, die erweiterte Regenrückhaltung könnte als Antwort auf die Sorgen der Meide-Bewohner zu verstehen sein.
Da sich das hochwassergefährdete Siedlungsgebiet östlich bachaufwärts befände, sei die der Regenwasser-Klärung und -Rückhaltung dienende Baumaßnahme westlich der Straße Westring für den Hochwasserschutz in der Meide bedeutungslos.
Dass im Industriegebiet westlich des Westrings anfallendes Regenwasser von den vielen dortigen Dach- und Verkehrsflächen künftig nicht mehr ungereinigt in den Bach abgeleitet werden soll, sei natürlich, so Reffgen, unter Umweltgesichtspunkten zu begrüßen. Auch für den Unterlauf des Hoxbachs auf Düsseldorfer Gebiet werde eine verstärkte Regenrückhaltung Vorteile bringen. „Aber es löst nicht die Hochwasserrisiken in der Meide.“