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BA zum Fabry-Förderpreis: Weniger ist mehr

By 9. Januar 2017Pressemitteilungen

 

Dass bei schlechter Kassenlage insbesondere der Kulturetat unter Druck gerät, ist nichts Außergewöhnliches und schon fast ein Naturgesetz. Deshalb überraschte ein Verwaltungsvorschlag vor ein paar Jahren umso mehr: Neben dem seit bald dreißig Jahren etablierten Wilhelm-Fabry-Förderpreis sollte ein weiterer Preis, der Jugendkunstpreis, von der Stadt ausgelobt werden – mit Rücksicht auf die klamme Stadtkasse jedoch jeweils nur alle sechs Jahre.

„Wie ein Preis unter solchen Bedingungen öffentliche Aufmerksamkeit erlangen könnte, von Popularität in der Fachwelt ganz zu schweigen, war uns von vornherein ein Rätsel“, sagt der kulturpolitische Sprecher der Bürgeraktion (BA), Ludger Reffgen, rückblickend. Deshalb sei für ihn der Flop beim Jugendkunstpreis, der bereits beim ersten Mal mangels Teilnehmer nicht habe vergeben werden können, keine Überraschung.

Die jetzt vom Kulturausschuss beschlossene Regelung, sich angesichts der sehr begrenzten Mittel künftig wieder nur auf einen Preis zu konzentrieren, entspreche einer lange erhobenen Forderung seiner Fraktion, betonte Reffgen. „Für uns war immer klar: Hier ist weniger mehr.“

Einziger Wermutstropfen und unbefriedigend aus Sicht der BA bei der Sache: Das bereits von ehemals 6000 Euro um tausend Euro reduzierte Preisgeld wird um weitere tausend Euro gekürzt. Die sollen als Aufwandsentschädigung an die Jury gehen, so dass jetzt nur noch 4000 Euro bei den Preisträgern ankommen. Reffgen: „Schade, dass der Fabry-Förderpreis damit erneut an Attraktivität verliert.“

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