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Gelände Albert- Schweitzer- Schule

By 30. Juli 2012Pressemitteilungen

Bürger befürchten Kahlschlag

Nicht nur die Anzahl der projektierten Wohneinheiten sei entscheidend für die künftige Lebensqualität rund um die Albert- Schweitzer- Schule, sondern auch, ob der üppige, alte Baumbestand zwischen Kölner- und Kunibertstraße erhalten bleibe. Darauf haben die Anwohner jetzt die Bürgeraktion hingewiesen. Deren Fraktion gehörte zu den 13 Ratsmitgliedern, die dem Bebauungskonzept im Stadtrat eine Absage erteilten.

Grundlage für die Sorge der Anwohner sei der von der Baudezernentin Hoff favorisierte Preisträgerplan, der im  Rat während der Fußball- EM in einer Woche durchgepaukt wurde, bevor sich die Anlieger eingehend mit der Materie auseinandersetzen konnten. Dies geschehe erst jetzt nach und nach mit der Folge, „dass nun immer stärker fundamentale Kritik an dem ganzen Projekt laut wird“, so Fraktionschef Ludger Reffgen.

Bei einem Abgleich des alten Baumbestands mit der Entwurfsplanung sei jetzt aufgefallen, dass sich 23 schützenswerte Bäume im Plankarree befinden, von denen 13 der Bebauung im Wege stünden. Hinzu komme eine in den letzten Wochen beobachtete mutwillige Beschädigung einiger stattlicher Exemplare zum Beispiel durch bösartigen Einschlag ganzer Nagelbünde, die auf ein gewolltes Baumsterben hindeuten. Angesichts der Tatsache, dass niemend so recht Notiz davon nähme, „fragen uns die Bewohner im Umkreis, ob dieser Baumfrevel möglicherweise System habe und geduldet werde“, fasst Reffgen die an die Bürgeraktion, das Rathaus und Umweltverbände gerichteten Beeschwerden zusammen.

Mit lapidaren. kaltschnäuzigen Aussagen wie „Wo neu gebaut werden soll, müssen auch Bäume gefällt werden!“, sei die Verwaltung dabei, das letzte Quäntchen Vertrauen der Menschen in ein dem Wohl der Bürger verpflichtetes Handeln zu verspielen. Derartige Stellungnahmen ließen befürchten, dass es Baudezernentin Hoff und Bürgermeister Thiele letztendlich egal sei, wenn es an der Albert- Schweitzer- Schule zum Kahlschlag komme. Reffgen: „Und wie wir gerade bei der Baumaßnahme An den Linden sehen, wird das Grün, was noch auf dem Plan geschützt aussah, dann Not leidend, wenn die Bagger mal erst rollen.“

 

30.  Juli 2012

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