Naherholungsgebiet Elbsee: Wanderparkplatz-Verkauf stößt bei BA auf Kritik – Schleichende Verdrängung befürchtet

Das Vabali Spa hat den Wanderparkplatz am Elbsee gekauft. Bei der Bürgeraktion (BA) löst die Nachricht Befürchtungen aus, die mit der Freizeitindustrie boomende Anlage könne sich immer weiter in den Landschaftsschutzbereich der Elb ausbreiten. Dazu bemerkt Ludger Reffgen, Fraktionsvorsitzender der Bürgeraktion im Rat der Stadt:

„Der Vorgang, dass ein prosperiendes Unternehmen der Freizeitindustrie einen öffentlichen Wanderparkplatz kauft und privatisiert, erfüllt uns mit Sorge. Die Angelegenheit ‚riecht‘ sehr nach einer schleichenden Verdrängung zu Lasten der Nichtkommerziell-Erholungssuchenden, also zuvorderst der Hildener Bevölkerung. Daran ändert auch der in einer Pressemeldung eilends nachgeschobene Zusatz nichts, Wanderer des Erholungsgebiets zwischen Hilden und Düsseldorf dürften weiter ihr Auto dort abstellen.

Es stellt sich die Frage: Wie lange noch? Und was nutzt der schönste Schein, wenn die Stellplatzkapazitäten ausgereizt sind? Negative Folgen für den Wohnbereich Schalbruch/Meide waren bereits in der Vergangenheit zu beobachten und werden wohl auch künftig nicht ausbleiben. Der Druck hunderter, überwiegend mit dem Auto anreisender Besucher und Mitarbeiter hatte sich auf die Umgebung verlagert. Genau das aber hatten alle Planer und Behörden einschließlich der Betreiber bei Genehmigung der Anlage ausdrücklich vermeiden wollen.

„Mit der Genehmigung zum Bau des Freizeitbetriebs hat der Natur- und Umweltschutz den kleinen Finger gereicht.“

Die Grundbesitz- und Eigentumsverhältnisse des bisherigen Wanderparkplatzes mögen schwierig sein; dennoch kann man den ökologisch sensiblen Bereich an der Peripherie Hildens nicht wie Niemandsland betrachten, das hemmungslos zur Arrondierung kommerziell genutzter Flächen herhalten kann.

Mit der Genehmigung zum Bau des Freizeitbetriebs hat der Natur- und Umweltschutz dem Betreiber den kleinen Finger gereicht. Das war keine Erlaubnis, sich darüber hinaus breit zu machen.

„Der Wellness-Betrieb expandiert wie eine Krake, die sich schleichend in die Landschaft frisst.“

Der Wellnessbranchen-Betrieb expandiert räumlich in den Landschaftsschutzbereich, gleichsam einer Krake, die sich schleichend in die Landschaft frisst. Das bedeutet Raubbau an Natur und Landschaft. Wir vermissen die erforderliche Sensibilität für den Umweltschutz.

Alle Erholungsuchenden sollten sich zur Anfahrt mehr auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel besinnen. Es wäre schön, wenn das mitten in der Natur gelegene Vabali Spa seine Kunden im Sinne des Umweltschutzes anhalten würde, die Therme tunlichst mit dem Rad anzusteuern.“

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