Vier politische Kräfte – ein Kandidat: Claus Pommer

By 12. Oktober 2019Neues
  • Vier Ratsfraktionen einigen sich auf einen gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten.
  • Mit ihrem Projekt betreten die beteiligten Fraktionen völliges Neuland in Hilden.
  • Claus Pommer möchte als Bürgermeister „Anwalt der Bürger“ sein.

In einer Pressekonferenz haben diese Woche die Sprecher von CDU, FDP, Grünen und Bürgeraktion ihren gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten der Öffentlichkeit vorgestellt. Elf Monate vor der Kommunalwahl betritt damit der Hildener Claus Pommer die politische Bühne und bringt Bewegung ins Spiel der Kräfte.

Er sei tief mit seiner Heimatstadt verwurzelt und wolle wieder die Menschen in Hilden zum Mittelpunkt des Geschehens im Rathaus machen, betonte der 50-jährige Jurist. Im Bemühen um eine transparente Politik wolle er mit den Bürgern ins Gespräch kommen, ihnen zuhören und sich dann um Lösungen kümmern. Überhaupt liege ihm als überparteilichem Bürgermeister sehr daran, zwischen den gelegentlich widerstreitenden politischen Meinungen der Fraktionen zu vermitteln und einen Konsens zu suchen. Schließlich müsse alle das Wohl der Stadt und ihrer Bürger verbinden.

Pommer ließ keinen Zweifel daran, was er sich unter einer zeitgemäßen, bürgerfreundlichen Politik vorstellt: eine behutsame Stadtentwicklung, die auf Grün- und Freiflächenschutz Rücksicht nimmt; eine Verkehrspolitik, die die klimatischen Erfordernisse im Blick hat und beispielsweise verstärkt aufs Fahrrad setzt; die Rückgewinnung einer soliden Finanzlage der Stadt, die ohne Kunstgriffe wieder auf gesunden Füßen steht; eine motivierte Verwaltung, die sich darauf versteht, die Bürger verstärkt einzubeziehen und ernst zu nehmen. „Nach meinem Verständnis sollte der Bürgermeister Anwalt der Bürger sein“, bekannte Pommer zu seiner angestrebten Rolle.

„Ein Parteibuch ist nicht das Maß aller Dinge.“

Zuvor hatten die vier Repräsentanten der Parteien und Fraktionen unisono betont, mit dem Projekt eines gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten Neuland zu betreten. Der Entschluss sei aus den Erkenntnissen der letzten Kommunalwahl gereift und bewege sich auf der zeitgemäßen Linie, die das Parteibuch nicht zum Maß aller Dinge mache. „Ein parteiloser Kandidat ist die folgerichtige Antwort auf die irritierte, verdrossene Haltung vieler Bürger.“

Naturgemäß könne sich die BA als freie Wählergemeinschaft sehr gut mit einem parteiunabhängigen Kandidaten identifizieren, stellte Ludger Reffgen für die Bürgeraktion fest. Deshalb fördere die BA die Entwicklung aktiv. Reffgen unterstrich, die vier beteiligten Gruppen würden mit dem eingeschlagenen Weg „keinen Luftschlössern nachjagen“, sondern mit Claus Pommer eine „reale Chance verfolgen“. Der gemeinsame Vorschlag sei im Übrigen auch der Änderung des Kommunalwahlrechts geschuldet. Nachdem die Landesregierung mit der Stichwahl den zweiten Wahlgang abgeschafft habe, sei es darum gegangen, strategisch klug darauf zu reagieren.

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