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Wochenmärkte: Fatale Entwicklung – Lösung überfällig

By 14. Dezember 2015Pressemitteilungen
Mit den Wochenmärkten geht es in Hilden bergab. Während noch vor gut zehn Jahren die Marktplätze rappelvoll waren und für interessierte Händler eine Warteliste geführt wurde, ist die Situation heute äußerst mau. Wenige Händler verlieren sich auf großen Flächen, viele Standplätze bleiben frei.
Die Entwicklung ist indes nicht neu. Bereits vor einigen Jahren zeichnete sich genau das  ab, was heute beklagt wird: Die Stadt legt die anfallenden Betriebskosten (zum Beispiel Personal- und Sachkosten für Marktmeister, Reinigung etc.) auf immer weniger Händler um. Schon vor einigen Jahren wies die Bürgeraktion im Stadtrat genau auf diese fatale Entwicklung hin. Verbunden mit der Forderung, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Leider ohne Wirkung bei den anderen Fraktionen, geschweige denn bei der Verwaltung.
Jetzt, da die Anzahl der Händler gegenüber früheren Zeiten auf unter 50 Prozent gesunken ist und „Holland in Not“ kommt, soll das angestaute Problem angepackt werden. Ziemlich spät und nachdem viel Zeit verschenkt wurde. Das dürfte nicht einfach werden.
Einer der Marktsprecher hat bereits einen pragmatischen Vorschlag gemacht: Neuen Markthändlern könnten – zeitlich befristet – die Standgebühren ganz oder teilweise erlassen werden. Das geht in die gleiche Richtung, wie seinerzeit der Vorschlag der BA, die Umlagehöhe der Betriebskosten vorübergehend zu überdenken. Dieser Lösungsansatz war damals von der Verwaltung mit Zustimmung der großen Fraktionen kategorisch ausgeschlossen worden. Inzwischen hat sich die Finanzsituation der Stadt bei laufender Haushaltssperre erheblich verschlechtert. Auf die Reaktionen zum Vorschlag des Marktsprechers darf man daher einmal gespannt sein.

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