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Albert-Schweitzer-Projekt (3):

By 11. Dezember 2015Pressemitteilungen
„Entscheidend ist der Nutzen für die Hildener Bevölkerung!“
Nach Auffassung der Bürgeraktion wird die weitere Beratung über das Vermarktungskonzept des Schweitzer-Areals letztendlich über den Erfolg des Bau-Projekts entscheiden:
Wichtigste zu klärende Frage ist, ob das beschlossene Konzept überhaupt der Hildener Bevölkerung hilft, im Bereich der Albert-Schweitzer-Schule bezahlbaren Wohnraum zu finden, und dieser auch attraktiv genug ist, um nachgefragt zu werden. Nach Abschluss der ersten Ausschreibungsphase bei den Reihenhäusern muss daran zumindest erheblich gezweifelt werden. Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen: „Wenn das Angebot die Hildener nicht erreicht oder an ihren Bedürfnissen vorbeigeht, ist das Konzept faul. Oder die Planung unattraktiv.“
Die Verwaltung macht jetzt einen Änderungsvorschlag. Dazu Reffgen: „Gut so. Nur: Was hat dieser Vorschlag eigentlich noch mit dem vom Rat öffentlich beschossenen Konzept zu tun?“
Deshalb muss sich der Stadtrat nochmals grundlegend mit dem Thema beschäftigen. Und auch die SPD muss sich entscheiden, was sie denn nun will: An dem Vermarktungskonzept erklärtermaßen „festhalten“, oder – wie es bei ihr in gleichem Atemzug bisher heißt – es „auf den Prüfstand stellen“ und Änderungsvorschläge „begrüßen“.
Die jüngste Entwicklung macht deutlich, dass auch nach jahrelangem Verfahren die Augen-zu-und-durch-Methode keine Lösung darstellt. Die Bauverwaltung und das offenbar überforderte Planungsamt wurschteln sich durch. Aber ohne zentrale Koordination. Ludger Reffgen: „Das war bei den früheren, erfolgreichen Sozial-Projekten ‚Am Biesenbusch‘ und ‚Elb‘ ganz anders.“
Die Bürgeraktion hat zwar von Anbeginn die Planung kritisch gesehen und eine andere Projektlösung bevorzugt. Bei den Vorbereitungen zum Vermarktungskonzept wurde die BA sogar demonstrativ ausgegrenzt. Unabhängig davon steht jetzt jedoch der von der Ratsmehrheit gefasste Beschluss vor der Bewährungsprobe. Dies gilt auch für das Mehrgenerationenprojekt, bei dem es um die spannende Frage geht, ob eine Hildener Gruppe mit der Verwirklichung ihrer Ziele um alternative Wohnformen zum Zuge kommt.
Sollte sich bei den grundsätzlich günstigen Ausgangsbedingungen auf dem häufig als Filet-Grundstück bezeichneten Areal kein Nutzen für die Hildener Bevölkerung einstellen, hätte der auf Empfehlung der Verwaltung handelnde Stadtrat das Projekt „vergeigt“. Angesichts des überaus knappen Baulandpotentials in Hilden ein nicht wiedergutzumachendes Szenario. Denn mit ihrer extrem hohen Siedlungsdichte kann sich die Stadt nicht mit Flächengemeinden vergleichen, die in der Regel über beträchtliche Baulandreserven verfügen.
Angesichts dieser Situation und der Tatsache, dass Hilden erwiesenermaßen kein demographisches Problem hat, kann es auch nicht darum gehen, Anreize für auswärtige Familien zu schaffen, oder das Gelände „nur irgendwie“ zu vermarkten oder gar zu verramschen.
Als „ganz daneben“ ist die Entschuldigung zu werten, die mangelhafte Resonanz jetzt auf die Flüchtlinge in der benachbarten Notunterkunft zu schieben und sich hinter deren Rücken zu verstecken. Diese Situation ist schließlich vorübergehend. Die Flüchtlinge bleiben dort nicht hundert Jahre.

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