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50 Bewerber für einen Beigeordneten-Posten im Rathaus

By 4. August 2016Pressemitteilungen
 
BA: „Die Stelle neu auszuschreiben, ohne die eingegangenen Bewerbungen zu kennen, wäre glatte Verschwendung.“
Hildens Beigeordneter Gatzke, Dezernent im Rathaus für Jugend, Schule, Kultur und Soziales ist im vergangenen Monat vorzeitig in den Ruhestand gegangen. Jetzt geht es im Stadtrat um seine Nachfolge. Ob, oder ob nicht, und wenn ja, wer? Auf eine Stellenausschreibung sind 50 Bewerbungen eingegangen. Nicht viele, aber immerhin vier der Bewerber sollen nach Einschätzung aus dem Rathaus geeignet sein. Den Fraktionen liegt bisher offiziell nur eine tabellarische Übersicht aller Interessenten mit wenigen Angaben ohne Namensnennung vor.
Zum aktuellen Verfahrensstand bemerkt BA-Fraktionschef Ludger Reffgen: „Noch sind die Bewerbungsunterlagen der aussichtsreichsten Kandidaten für die Gatzke-Nachfolge von den Fraktionen gar nicht gesichtet, da propagiert die CDU bereits ein neues Ausschreibungsverfahren.“ Das mache die Bürgeraktion stutzig: „Hat die CDU im Gegensatz zu den anderen Fraktionen von der Verwaltung mehr Informationen bekommen? Oder verfolgt die CDU ganz andere Ziele und möchte den Einstieg für eine andere Lösung schaffen?“ Unabhängig von diesen offenen Fragen sei für die Bürgeraktion eines klar: Zum jetzigen Zeitpunkt ein neues Bewerbungsverfahren zu initiieren, wäre glatte Verschwendung.
Grundsätzlich sei der BA zwar am liebsten, auf die Wiederbesetzung der Führungsstelle zu verzichten, die Verwaltungsspitze durch neue Dezernatszuschnitte zu verschlanken und dabei jährlich 100 Tausend Euro einzusparen. Aber nachdem dieser Vorschlag bereits zweimal im Rat mehrheitlich gescheitert sei, hätten SPD, CDU und Grüne, die eine Wiederbesetzung befürworten, für Stellenanzeigen 10 Tausend Euro bewilligt. Deshalb gehöre schon eine Menge dazu, alle eingegangenen Bewerbungen – auch die, der für geeignet erachteten Kandidaten – jetzt samt und sonders unbesehen in den Müll zu schmeißen und für ein zweites Verfahren neues Geld auszugeben.
Bei der Bürgeraktion will man zunächst abwarten, bis zumindest die Bewerbungsunterlagen der in die engere Wahl kommenden Bewerber vorliegen. „Erst dann werden wir uns ein Bild machen können und über das weitere Vorgehen entscheiden“, so Reffgen. Die Null-Variante, also die Stelle nicht neu zu besetzen, bleibe bei vier von sieben Fraktionen als Option im Raum.

 

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