„Kunst für alle“ titelt eine Ausstellung, die diese Woche am Donnerstag, 7. Mai um 18.30 Uhr in der städtischen Galerie im Bürgerhaus an der Mittelstraße ihre Pforten öffnet. Der Name ist Programm. Gezeigt werden Kunstwerke, die sich im städtischen Besitz befinden und großenteils mit Steuermitteln, also dem Geld der Bürger, angekauft wurden. Die Hildener dürfen sich folglich auf einen Kunstgenuss an Objekten freuen, an denen sie streng genommen Miteigentümer sind.
Die Idee zu der Ausstellung stammt aus einer Anregung der Bürgeraktion (BA), die schon etliche Jahre zurückliegt, so lange, dass sie zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geraten wäre. Damals hatte der Ausschuss für Kultur und Heimatpflege einem BA-Antrag zugestimmt, die Verwaltung zu beauftragen, unter dem Arbeitstitel „Kunst für alle“ eine Themenausstellung zu konzipieren und mittelfristig in die Ausstellungsaktivitäten der Stadt aufzunehmen. Werke aus der stadteigenen Kunstsammlung sollten – so der einstimmige Beschluss – präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Zur Erinnerung hatten die Mitglieder des Kulturausschusses im vergangenen Jahr noch einmal ihren Beschluss bekräftigt, die häufig in städtischen Depots schlummernden Werke ans Licht zu holen. Die Objekte stammen zum Tel aus Schenkungen, vielfach aber auch aus Zeiten, in denen die Stadt mit einem jährlich festen Budget noch Künstlerförderung betrieb und im Zuge von Ausstellungen einzelne Exponate erwarb. Dass jetzt ein Querschnitt in einer Sonderausstellung unter dem Motto „Kunst für alle“ jedermann zugänglich gemacht wird, freut Ausschussvorsitzenden Ludger Reffgen besonders. Die Bevölkerung, so Reffgen, „hat einen Anspruch darauf“.