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Brexit: Nicht gut für die Partnerschaft

By 28. Juni 2016Pressemitteilungen

Der Brexit macht die Städtepartnerschaft zu Hildens Partnerstadt Warrington nicht einfacher. Der Vorsitzende des Paten- und Patnerschaftsausschusses, Ludger Reffgen, rechnet wegen des EU-Austritts der Briten zwar nicht mit abrupten Auswirkungen, wohl aber mit einer schleichenden Schwächung. „Unabhängig von der europäischen Förderung dürfte es absehbar deutlich schwieriger werden, die Partnerschaft mit Leben zu füllen.“

Schon seit einigen Jahren treibe die Partnerschaft mit der englischen Stadt nur spärliche Blüten. „Die Beziehungen laufen auf Sparflamme.“ Vor allem, seit Warrington dazu übergegangen sei, wegen äußerst knapper kommunaler Finanzen die Aktivitäten von europäischen Förderprojekten abhängig zu machen. So hatten beide Städte beim Comenius-Projekt zusammengewirkt, einem europäischen Bildungsprogramm zur Förderung der Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern, in das in Hilden mehrere Schulen und das Jugendparlament eingebunden waren. „Da wird der Brexit einen Schlag ins Kontor bedeuten.“ Schade, vor allem für die Kulturengagierten, die mit viel Freude wechselseitig jenseits des Kanals ein interessiertes Publikum suchten.

„Wir müssen verhindern, dass der Brexit die Partnerschaft schwächt.“ 

„Soll die Partnerschaft mehr sein, als nur auf dem Papier zu existieren, werden wir nicht umhin kommen, neue Wege der Kooperation zu finden“, resümiert Reffgen. Vielleicht biete der Brexit eine gute Chance, die Partnerschaft neu aufzubauen. Der Gedanke der Städtepartnerschaften, Menschen grenzüberschreitend zusammenzuführen, habe sich angesichts unübersehbarer nationalistischer Trends mit dem Brexit keineswegs überlebt. Richtig wäre es, sich jetzt zusammen zu setzen und zu überlegen: Was können wir machen, damit der Brexit seine Wirkung auf die Partnerschaft nicht entfaltet.

Reffgen betont, dass Städtepartnerschaften von den Freundschaften der Beteiligten untereinander lebten. Die Partnerschaft werde vor allem von menschlichen Beziehungen getragen und nicht von der Mitgliedschaft beider Staaten in ein- und derselben Gemeinschaft. Dass es künftig noch wichtiger ist, den Austausch zu pflegen, davon ist Reffgen überzeugt. „Städtepartnerschaften werden in Zukunft vielleicht eine noch wichtigere Rolle bei der Völkerverständigung spielen. Gerade jetzt sollte man die internationalen Kontakte intensivieren.“

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