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Debatte über das Herbstlaub: Es bleibt beim Alten

By 11. Dezember 2017Dezember 13th, 2017Allgemein

Debatte über das Herbstlaub: Es bleibt beim Alten

Noch bevor sich der Herbst mit vielen Niederschlägen und einer Kaltfront in Richtung Winter verabschieden konnte, hat der Umweltausschuss die Kritik an den Papiersäcken zur Laubentsorgung abgewiesen.

Für die Bürger von Feldstraße, Hoffeldstraße & Co. wird sich damit auch im nächsten Jahr am Prinzip „Arbeiten und Zahlen“, das die Stadt den Anliegern abverlangt, nichts ändern. Das ist das Ergebnis einer Debatte, die die Bürgeraktion mit einem Antrag ausgelöst hatte. Der Antrag zielte darauf, mit ein paar Drahtkäfigen zumindest mal einen Versuch zu wagen, um die alljährliche Plackerei mit den Laubbergen in einschlägigen Straßen vielleicht etwas einfacher zu gestalten.

Angestoßen worden war die Kritik vor einigen Wochen von einer Anliegerin der Feldstraße. Die in bürgerlichem Pflichtbewusstsein engagierte Frau hatte sich in der Lokalpresse zu Wort gemeldet und über schlechte Erfahrungen mit dem aus ihrer Sicht für das Einsammeln großer Laubmengen wenig geeigneten Hildener Papiersack-System geklagt.

Der Zeitungsbericht veranlasste die Bürgeraktion, sich zum wiederholten Male des Themas anzunehmen, und einen neuerlichen Vorstoß zu wagen. Zugegeben, ohne nennenswerte Erfolgsaussichten. Denn die Erfahrungen mit diesem Thema aus den vergangenen Jahren und das Wissen um die ablehnende Haltung der Verwaltung, an dem bestehenden System keinerlei Änderungen zuzulassen, verboten jeden Optimismus in der Sache.

Kein Wunder also, dass der BA zu ihrem Antrag, für den Versuch exemplarisch Straßen mit starkem Baumbestand zu wählen, ein vielstimmiges „Geht-nicht“ entgegenschallte.

Erste Hürde: Welche Straßen sind laubreich, und welche nicht? Die Frage wird zum scheinbar unüberwindlichen Problem stilisiert. Wenngleich, kaum beiseite gelegt, die Verwaltung im Handumdrehen und ziemlich genau weiß: „In der Stadt gibt es rund 20 Straßen mit besonders vielen Straßenbäumen.“ Nur benennen mag diese Straßen offenbar niemand.

Problem Nummer zwei und drei: Die Stadt müsste Drahtkäfige kaufen „und dann auch noch geeignete Standorte finden“. Mit einem Stück Maschendraht, röhrenförmig aufgestellt, könnte das zwar schnell und kostengünstig erledigt werden; aber wo kein Wille, ist eben auch kein Weg für eine kreative Lösung.

Wem angesichts solcher Hindernisse noch nicht die Luft ausgegangen ist, wird mit dem alles erstickenden Argument, ein Drahtkorb-Versuch mache ein Spezial-Fahrzeug mit Absaugvorrichtung und mindestens (!) zweiköpfiger Besatzung – zusätzlich versteht sich – erforderlich, aus dem Feld geschlagen.

Für den Umweltausschuss schien das alles überzeugend. Die Verwaltung setzte sich, assistiert von der Politik, durch. Damit ist auch dieser Versuch, eine bürgerfreundliche Lösung zu finden, gescheitert.

Das heißt jedoch mitnichten, dass die Sache für die Bürgeraktion jetzt abgehakt ist.

Die BA werde sich auch künftig mit der bestehenden Regelung nicht zufrieden geben, resümiert Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen. „Ungeachtet des aktuellen Misserfolgs wird sich die Bürgeraktion auch weiter dafür einsetzen, die Laubentsorgung bürgerfreundlich auszurichten; damit den Hildener Bürgern die bestmögliche Unterstützung geboten werden kann.“

MEHR ZUM THEMA

http://dev.buergeraktionhilden.de/mit-dem-herbst-kommt-der-aerger/ – 27.10.2017

http://dev.buergeraktionhilden.de/was-tun-mit-den-laubbergen/ – 26.10.2017

 

 

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