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Engagiert und kompetent für die Kultur – Zum Tod von Barbara Kisseler

By 11. Oktober 2016Oktober 15th, 2016Allgemein
Von der Hildener Stadthalle zur Elbphilharmonie
Ältere Hildener werden sich gerne an sie erinnern. Die frühere Hildener Kulturamtsleiterin, Barbara Kisseler, zuletzt seit fünf Jahren Kultursenatorin der freien Hansestadt Hamburg, ist am vergangenen Wochenende nach schwerer Krankheit gestorben.
Die vom Niederrhein stammende und im Bergischen aufgewachsene Theater-, Film- und Fernseh-Fachfrau war 1982 nach Hilden gekommen und hatte bis 1986 im Rathaus das Kulturamt geleitet: markant, gelegentlich unverblümt, jugendlich forsch und kantig, in Kulturthemen unnachgiebig kompetent, anderen nicht unbedingt nach dem Mund redend. In dieser Zeit kreierte sie den „Hildener Sommer“, ein für die Ferienwochen akzentuiertes Kulturangebot auf dem Alten Markt, das damals im interkommunalen
„Kultur gibt es nie genug in der Stadt […].“
(Barbara Kisseler) 
Wettbewerb neue Maßstäbe setzte und in seiner Bedeutung bis heute nachwirkt. Das kulturelle Selbstbewusstsein der Stadt Hilden war damit angestoßen.
1986 übernahm Barbara Kisseler die Leitung der Kulturverwaltung in Düsseldorf. Nach einem Zwischenstopp in der niedersächsischen Landesregierung wechselte sie 2003 als Staatssekretärin für Kultur zum Berliner Senat und 2011 als Kultursenatorin nach Hamburg.
Auch als Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins genoss die Parteilose über viele politische Grenzen hinweg einen exzellenten Ruf. Ihre steile Karriere, die sie mit Kultur zum „Kunststück“ machte, endete im Alter von 67 Jahren.

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