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Esso-Tankstelle Richrather Straße: BA sieht Chancen auf Verlängerung

By 25. August 2016Pressemitteilungen
Dass die Esso-Tanke an der Richrather Straße am langen Ende nicht zu retten sein wird, ist für den Pächter und viele Kunden im Umfeld des Hildener Südens zwar bedauerlich, wird sich aber nicht verhindern lassen. Auf ihrem Gelände soll der benachbarte Rewe-Markt erweitert werden.
Doch bevor die Tankstelle neben der Traditionsgaststätte Haus Tillmannn buchstäblich unter die Räder kommt, könnte noch etwas Zeit vergehen. Das wäre ganz im Sinne des  langjährigen Pächters, der sich mit Unterschriften-Listen für sein einstweiliges Überleben um Rückhalt bei den Südern bemüht.
Die Uhr tickt. „Wann genau sie abläuft, erscheint mir nach uns vorliegenden Einsprüchen unklarer als bisher angenommen“, sagt Ludger Reffgen, Fraktionschef der Bürgeraktion im Hildener Rat.
Verfahren aussetzen?
Die Einsprüche kommen aus der Nachbarschaft. Nicht, dass sie das Planvorhaben grundsätzlich in Frage stellen. Aber mit der Art und Weise, wie die Planung ruck zuck vom städtischen Bauamt abgewickelt werden soll, sind einige Nachbarn nicht einverstanden.
Immerhin hält die Bürgeraktion die Einwände für so qualifiziert, dass sie nicht erlauben, das angelaufene Verfahren unbesehen fortzusetzen.
Beispielsweise müsse geprüft werden, so Reffgen, ob im vorliegenden Fall tatsächlich eine Rechtsgrundlage für ein beschleunigtes Bauleitplanverfahren gegeben sei. Im Hinblick auf spätere Rechtssicherheit müsse auch ausgeschlossen werden, dass gegen landesplanerische Vorgaben verstoßen werde. Und weiterer Knackpunkt sei eine Umweltverträglichkeits-Prüfung, die auch angesichts der erheblichen Erweiterung des Marktes von Anliegern angemahnt werde.
Bis all diese strittigen Punkte ausgeräumt seien, könne dem Tankstellenpächter möglicherweise allein schon verfahrensbedingt noch mehr Zeit eingeräumt werden, mutmaßt Reffgen. Auf jeden Fall sei aber für ihn eine Einigung mit seinem Mineralölkonzern und dem Grundstückseigentümer unverzichtbar.
Die Bürgeraktion wird durch Ratsmitglied Markus Hanten die Frage nach den Auswirkungen der nachbarlichen Einwände auf das Planverfahren am kommenden Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss zur Sprache bringen.

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