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Städtische Altenheime: Insider wendet sich hilfesuchend an Politik

By 29. August 2016Allgemein
Mit einem anonymen Schreiben hat sich ein Insider der beiden städtischen Altenheime an die Ratsfraktionen gewendet. In dem Brief werden eine Reihe Vorwürfe gegen die Geschäftsführung des Seniorenzentrums am Erikaweg und des Wohn- und Pflegezentrums an der Hummelsterstraße erhoben. So geht es zum Beispiel um die Gewährung von Wochenend- und Feiertagszuschlägen für Mitarbeiter. Die teilweise Schließung der beiden hausinternen Cafés wird damit in Verbindung gebracht. Andere Vorwürfe richten sich gegen angeblich nicht eingehaltene, gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeiten für das Personal, oder betreffen Sachverhalte aus dem Bereich der Vorteilsnahme.
Nur eine Posse? – Unsere Meinung
Die einen bezeichnen ihn als „Heckenschützen“ (Rhein. Post v. 13.08.2016). Andere sehen in ihm eine Art Whistleblower. Der Informant, der sich im Schutze der Anonymität  mit einem Schreiben an die Ratsfraktionen gewendet hat, um Missstände aufzudecken, konnte keine Sympathiewelle erwarten. Den Verrat liebt man, nicht den Verräter.
Aber mal ehrlich: Wer würde das mit offenem Visier machen, im Wissen, dass er anschließend „gelyncht“ wird? Und wie man sieht, sind auch „Heckenschützen“ durchaus im Stande, mediale Sommerlöcher zu füllen.
Deshalb sind aktuell zwei Dinge wichtig: Erstens gehört die Angelegenheit, soweit es sich um relevante Vorwürfe handelt, so schnell wie möglich aufgeklärt. In diesem Zusammenhang wäre auch interessant zu erfahren, wie es in den Einrichtungen der Gemeinnützigen Seniorendienste ‚Stadt Hilden‘ GmbH um die Personalvertretung steht. Und zweitens gilt – so lange nichts bewiesen ist – für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Und noch eins: Der Fall belegt, dass die Ombudsstelle bei der Stadt Hilden, als zentrale Anlaufstelle für jeden, der Hinweise in Sachen Korruption geben möchte, nach wie vor von Bedeutung ist.

 

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