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Stadtverwaltung verzichtet nun doch auf Messe-Auftritt in München

 

Die Stadtverwaltung hat sich vom Vorhaben verabschiedet, im Herbst die Münchner Immobilienmesse Expo Real zu besuchen. Das hat Bürgermeister Dr. Pommer jetzt der Bürgeraktion (BA) mitgeteilt. Die BA hatte zur Absicht der Rathaus-Spitze, auch in diesem Jahr in München dabei zu sein, bohrende Fragen gestellt.

 

„Entgegen der ursprünglichen Planung für die Teilnahme an der Immobilienmesse hat sich die Verwaltung nun final gegen eine Teilnahme an der diesjährigen Expo Real in München entschieden“, heißt es in dem von Pommer unterzeichneten Antwortschreiben auf eine detaillierte Anfrage der BA. Die Ratsfraktion hatte unter anderem wissen wollen, wie man im Umfeld des Bürgermeisters den nicht unerheblichen Kostenaufwand einer neuerlichen Messebeteiligung rechtfertige.

Mehrfacher Sinneswandel

Voraufgegangen war im Rathaus ein mehrfacher Sinneswandel zur Frage, wie man es in diesem Jahr mit dem schon seit langem von der BA kritisierten Messe-Auftritt der Stadt halten solle. Eine anfängliche Absage der Verwaltungsspitze aus Kostengründen hatte Hoffnung gemacht, endlich könnte mit dem Ritual des alljährlich zeitgleich mit dem Oktoberfest sich gen München aufmachenden Pilgerstroms von kommunalen und kommunalpolitischen Funktionären in Hilden gebrochen werden.

Doch diese Hoffnung währte nicht lange, als die guten Vorsätze des Verzichts kürzlich im Rathaus wieder über Bord flogen. Die Bürgeraktion nahm den Sinneswandel daraufhin im Februar zum Anlass für eine Anfrage: Was die Verwaltung bewogen habe, von dem Verzicht wieder abzurücken, zumal neben dem Kostenargument in Hilden unverändert kaum mehr zu vermarktende Gewerbeflächen vorhanden seien, die man auf einer Immobilienmesse anbieten könne.

Ehrenamtlich geführten Vereinen wurden schon kleine dreistellige Zuschüsse gestrichen

Außerdem hatte die BA die Verwaltung bei der Gelegenheit daran erinnert, dass im Zuge der Haushaltsberatungen freiwillige Leistungen im ehrenamtlichen Bereich auf Vorschlag aus dem Rathaus teilweise bereits um Beträge im niedrigen dreistelligen Bereich gekürzt wurden und einzelne kleinere Vereine schon vor existenziellen Fragen stünden. Zum Vergleich: Der Hildener Messe-Auftritt in München hatte erfahrungsgemäß Kosten im unteren fünfstelligen Bereich ausgelöst.

Ohne auf die BA-Fragen im Einzelnen einzugehen, liege der „finalen“ Verwaltungs-Entscheidung eine Kosten-Nutzen-Analyse zugrunde, heißt es jetzt in Pommers Antwortschreiben. Der Messebesuch als Aussteller lasse sich „im Zuge notwendiger Sparmaßnahmen im Zusammenspiel mit immer knapper werdenden Flächen künftig nicht finanzieren“ gesteht die Verwaltung weiter und und schließt damit gleichzeitig auch für die nächsten Jahre eine Messebeteiligung in München aus.

Die Grundstücks-Reserve für neue oder expandierende Unternehmen beträgt nur noch 4 Hektar

Der Bestand der restlichen Grundstücke der städtischen Grundstücksgesellschaft belaufe sich aktuell auf gerade mal ca. 4 Hektar, räumt die städtische Wirtschaftsförderung der BA gegenüber ein. Abschließend verspricht die Fachabteilung im Rathaus, die Netzwerke in der Immobilienbranche künftig auf anderem Wege auszubauen und dabei auch moderne Informationstechnik zu nutzen. – „Geht doch“, möchte man nicht ohne innere Genugtuung anfügen.

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