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Hagelkreuzstraße: Parken bleibt umstritten

Der Antrag, in der Hagelkreuzstraße eine Anwohner-Parkzone einzurichten, ist gescheitert. Damit übernahm der Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich die von der Bauverwaltung vertretene Meinung, in der Straße gäbe es für die Anwohner kein Parkproblem.


Anlieger hatten sich verärgert an den Stadtrat gewandt und von erheblichen Problemen gesprochen, nachdem kürzlich beim regelkonformen Ausbau der Fahrradstraße fast jeder fünfte Stellplatz im öffentlichen Straßenraum gestrichen worden war. Die BA hatte darauf hin versucht, den Anliegern mit einem Vorschlag entgegenzukommen: Das in der Südstraße mögliche Anwohnerparken könnte problemlos auch auf die benachbarte Hagelkreuzstraße ausgedehnt werden, so die Anregung; zumal in der Hagelkreuzstraße weitestgehend die gleichen Voraussetzungen und Bedingungen zuträfen wie in der Südstraße.

Das sah man paradoxerweise aber im Rathaus anders: Für Bewohner der Hagelkreuzstraße sei es problemlos möglich, das Parkhaus Südstraße oder den Lindenplatz zum Abstellen von Fahrzeugen zu benutzen. Das dies genauso für Südstraßen-Bewohner gelte, wollte man im Rathaus nicht hören.

»Im Rathaus fehlt es einfach am guten Willen.«

In der Sitzung stießen fast alle Fraktionen in das gleiche Horn. Die FDP fürchtete gar um Gewerbesteuer-Einnahmen von Geschäftstreibenden, sollten Anwohner beim Parken in der Hagelkreuzstraße privilegiert werden. Auch das von der BA vorgetragene Argument, dass auf Anwohner beschränkte Parken könne den Parksuchverkehr aus der Straße heraushalten und damit zu einer häufig reklamierten Verkehrsberuhigung der stark strapazierten Verbindung zwischen Klotzstraße und den Wohnvierteln im Hildener Süd-Osten beitragen, zählte noch nicht einmal bei den Grünen.

Fazit: Im Rathaus fehlt es einfach am guten Willen. Und ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen gibt es genauso wenig. Für die Hagelkreuzstraße bedeutet das, dass es so bleibt, wie es ist – die Anwohner müssen sich mit deutlich weniger Parkplätzen begnügen.