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Wie reagiert die Stadt Hilden auf den geplanten Autobahn-Ausbau? Im Stadtentwicklungsausschuss gab es dazu bei den Fraktionen unterschiedliche Meinungen.


Ab 2030 soll die A 3 verbreitert werden. Wenn’s nach dem, von den Bundestagsabgeordneten im fernen Berlin beschlossenen Bundesverkehrswegeplan geht, auf zehn Spuren – acht Fahrstreifen plus zwei Standspuren. Über das Ob und das Wie soll aber auch die Stadt ein Wörtchen mitreden. Wie die städtische Stellungnahme aussehen soll, darüber gingen die Meinungen der Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses zum Teil auseinander.

Im Ergebnis wird am bisherigen Standpunkt nicht gerüttelt: Die von der Stadt Hilden vertretene kritische Position zum Ausbau der A3 zwischen Leverkusen und Hildener Kreuz wird nicht geändert. Dazu gehört auch der gemeinsam mit einigen Nachbarkommunen vertretene Vorschlag, statt der achtspurigen Autobahn-Erweiterung bei Spitzenverkehrsbelastungen die vorhandenen Standstreifen miteinzubeziehen und dem Verkehr in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung zu stellen.

Die Grünen hatten beantragt, künftig die sogenannte Standstreifen-Lösung nicht mehr weiter zu verfolgen. In der Sitzung warnte BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen davor, ohne Not Verhandlungs-Spielräume aufzugeben. Dies werde letztlich dazu führen, den achtspurigen Vollausbau plus beidseitiger Standspur als alternativlos gegenüber der Null-Variante darzustellen und im Ergebnis zu begünstigen. Dem schloss sich der Ausschuss mit großer Mehrheit an. Der Grünen-Antrag wurde abgelehnt.