Stadtrat-Newsblog: Das Wichtigste aus dem Stadtentwicklungsausschuss

By 18. November 2020November 24th, 2020Neues

In der neuen Wahlperiode trat der Stadtentwicklungsausschuss zur ersten Sitzung zusammen. Politische und spektakuläre Entscheidungen im Überblick. Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

 

  • Keine Bänke für den Westen

Den BA-Antrag, im Westen der Stadt ein paar Sitzgelegenheiten für die Älteren aufzustellen, haben CDU und SPD abgelehnt. Die Verwaltung hatte versucht, eine Kleinigkeit um wenige Bänke zum horrenden Staatsakt zu stilisieren. 

  • Elberfelder Straße: Städtische Verkehrsbehörde verteidigt schnelles Fahren

Aus der Absicht, den Streckenabschnitt zwischen Ortsausgang und Kaserne sicherer zu machen, wird nichts. Trotz zehn Unfällen in zwei Jahren sieht die Verwaltung keine Gefahrenlage. CDU und SPD sind gegen ein verschärftes Tempolimit, wie von der BA vorgeschlagen.

  • Großes Feld- und Wiesenareal wird bebaut

Auf der Grundlage eines von den Projektentwicklern bezahlten Umweltgutachtens haben fast alle Fraktionen der Bebauung von 30.000 Quadratmetern Feld und Wiese im Norden der Stadt zugestimmt. Nur BA und Grüne waren dagegen.

  • Hilden-Süd: Mehr Wohnungen, weniger Lärmschutz

Nach dem Willen von nur zwei Fraktionen, CDU und SPD, soll an der Hofstraße ein Hintergelände zur Güterbahnstrecke zugebaut werden. Jetzt sogar mit 47 statt 33 Wohneinheiten. Auf den aktiven Schallschutz soll stattdessen verzichtet werden. Makaber: Den übernehmen die künftigen Sozialmieter. – Parallel zur Bahnlinie sollen Sozialwohnungen entstehen.

  • Wohngebiet Gerhart-Hauptmann-Hof bleibt in der Diskussion

Auf Vorschlag der Verwaltung soll im Gebiet zwischen Richrather Straße und St.-Konrad-Allee ein Bebauungsplan zur Innenentwicklung „eine maßvolle Verdichtung (…) planerisch ermöglichen“ – gegen die Stimme der BA. Wie angesichts der Corona-Pandemie eine Bürgerbeteiligung durchgeführt werden kann, ist noch offen.

  • Test: E-Scooter auf Hildens Straßen

In einer dreimonatigen Testphase soll der Verleih von E-Scootern zum Einsatz kommen. Das Thema war im Ausschuss umstritten. Die BA hält viele Hildener Straßen für wenig geeignet.

  • „Gedächtnis-Brücke“ über die Itter: Abreißen

Mit dem Stilllegen von Fußgängerbrücken hat man im Hildener Rathaus bekanntlich Erfahrung. Eine hölzerne Itterbrücke zwischen Bismarck- und Kurt-Kappel-Straße – im Volksmund nach dem früheren Stadtdirektor auch gelegentlich „Karl-Detlev-Göbel-Gedächtnisbrücke“ genannt – droht morsch zu werden und soll gleich gänzlich abgebrochen werden. Sie hatte sich als nutzlose Verbindung erwiesen.

  • Ausbau von Fahrradstraßen gerät ins Stocken

Nachdem Fördermittel des Landes zum Ausbau von Fahrradstraßen ausbleiben – dem Antrag fehlt es offenbar in Düsseldorf an Fürsprache -, hat eine knappe Mehrheit aus CDU und FDP den Ausbau vorläufig gestoppt. Wann die Landesförderung kommt und der Ausbau starten kann, weiß niemand.