Flickschusterei: Kolpingstraße bleibt schlecht

An dem schlechten Zustand der Kolpingstraße wird sich nicht viel ändern. Das geht aus einer Stellungnahme hervor, mit der Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann im Stadtentwicklungausschuss auf eine Anfrage der Bürgeraktion (BA) reagierte. BA-Fraktionschef Ludger Reffgen hatte die vielen Aufbrüche und Schlaglöcher in der Straßendecke in einer Anfrage angesprochen und wissen wollen, ob die Deckschicht in absehbarer Zeit erneuert werde.

Eine bloße Erneuerung der Deckschicht sei bei der Kolpingstraße gar nicht möglich, stellte Mittmann klar. Die Straße habe einen Uraltaufbau: Gleich unter der dünnen Asphaltschicht befinde sich noch das alte Kopfsteinpflaster, das ein Abfräsen der Deckschicht nicht zulasse. Deshalb gebe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Straße von Grund auf erneuern, oder notdürftig zu flicken. Da die Totalerneuerung sehr kostspielig sei und in der Kasse dafür das Geld fehle, könnten Schlaglöcher auch künftig nur geflickt werden.

Das Beispiel verdeutliche, so die BA, dass für Straßenunterhaltung nicht mehr genügend Geld vorhanden sei. Reffgen: „Der Geldmangel und die aufgebrauchten Reserven zeigen sich zunehmend auch ganz allgemein am schlechter werdenden Straßenzustand in Hilden.“