Regionalplan – BA: „Neue Bauflächen sind für die Stadt nicht verträglich“

Der Regionalrat möchte neue Wohnbauflächen ausweisen. Die Stadt befinde sich bereits am Limit, meint die BA.

In der kommenden Woche nimmt sich der Landschaftsbeirat in Mettmann das Thema „Änderung des Regionalplans“ vor. Dabei geht es um die neue Ausweisung von weiteren Wohngebieten unter anderem im Kreis Mettmann. Politisch zuständig dafür ist der Regionalrat im Regierungsbezirk Düsseldorf. Der beruft sich auf Bevölkerungsprognosen und verfolgt das Ziel, die Voraussetzungen für zusätzlichen Wohnraum in der Größenordnung von 160.000 Wohneinheiten entlang der Rheinschiene zu schaffen.

Dazu hatte auch kürzlich die Bezirksregierung politische Vertreter der Städte im Kreis zu einer Informationsveranstaltung nach Mettmann ins Kreishaus eingeladen.

Mit dabei auch eine Abordnung aus Hilden. Wie aus Teilnehmerkreisen berichtet wird, hätten viele Vertreter der Städte die geplanten 19 zusätzlichen Flächenausweisungen im Kreisgebiet relativ kritiklos hingenommen. BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen nutze die Gelegenheit, der mit zahlreichen Mitarbeitern anwesenden Fachabteilung der Regierungspräsidentin mahnende Worte mit auf den Weg nach Düsseldorf zu geben.

„Die für Hilden vorgesehenen Potenzialflächen sollten es mal erst gar nicht auf die ‚Menü-Karte‘ des Regionalrats schaffen“.

Reffgen erinnerte die Planer der Bezirksregierung daran, die „Stadtkante“ – beispielsweise zwischen Langenfeld und Hilden – müsse erkennbar bleiben. Dazu bedürfe es Abstandsflächen auf beiden Seiten der Stadtgrenze. Die Ausweisung einer neuen Wohnbaufläche für 160 Wohneinheiten an der Richrather Straße würde den Abstandsgürtel nicht respektieren.

Mahnende Worte auch in punkto „Sensibilität“. Reffgen bezweifelte, dass die für Hilden vorgeschlagenen neuen Bauflächen für die Stadt verträglich seien. Das gelte in besonderem Maße für eine Fläche westlich des Westrings, die für 230 Wohneinheiten projektiert sei. Die Bezirksregierung sei gehalten, bei Ihren Überlegungen die Leistungsfähigkeit der einzelnen Städte zu berücksichtigen, forderte der BA-Fraktionschef und wies in diesem Zusammenhang deutlich auf die für eine Mittelstadt extrem hohe Siedlungsdichte in Hilden hin, die jetzt schon großstädtische Züge trage.

Die Planung der Bezirksregierung befindet sich derzeit noch im Stadium des Arbeitsentwurfs. Umso wichtiger sei es, so Reffgen, jetzt alle Einflussmöglichkeiten zu nutzen, damit die für Hilden vorgesehenen Potenzialflächen „es mal erst gar nicht auf die ‚Menü-Karte‘ des Regionalrats schaffen“.

 

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