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Mitte letzten Jahres hatte der Rat dem Antrag der Hildener Bürgerin Therese Neuhaus zugestimmt, dem großherzigen Wirken und Schicksal des jüdischen Mitbürgers Leo Meyer im zweiten Weltkrieg mit einer Stele in der Innenstadt zu gedenken. Die Bürgeraktion (BA) bedauert, dass davon bisher nichts  umgesetzt ist.


Die Sache kommt nicht richtig voran. Als sich kürzlich im Kulturausschuss – rund anderthalb Jahre nach Beschluss – die BA nach dem Stand der Arbeiten zur Errichtung einer Gedächtnisstele zu Ehren von Leo Meyer erkundigte, hieß es von Kulturdezernent Sönke Eichner, dass bisher noch alles offen sei: Über Künstler, Beschaffenheit und Form des Kunstwerks sei bisher genauso wenig entschieden, wie über den Standort. Deshalb habe die Verwaltung bisher auch keine Position im Haushalt vorgesehen, mit der das Vorhaben im kommenden Jahr finanziert werden könnte. Im Übrigen machte Eichner keinen Hehl daraus, dass er mit der dem Kulturdezernat zugewiesenen Aufgabe nicht sehr glücklich sei.

Damit die Sache nicht weiter ergebnislos auf der Stelle tritt, hat die BA jetzt im Hauptausschuss beantragt, im städtischen Etat für 2022 einen Betrag von 5000 Euro zur Realisierung einzuplanen. „Damit der Verwirklichung des Vorhabens im kommenden Jahr nicht neuerlich Steine im Weg liegen, und wir in einem Jahr noch immer nicht weiter sind als heute“, begründet BA-Fraktionsvorsitzender Ludger Reffgen den Vorschlag, vorläufig einen Schätzwert zu Grunde zu legen. Folge man hingegen dem Ansinnen der Verwaltung, sei absehbar, dass der weitere Stillstand mit fehlenden Haushaltsmitteln entschuldigt werde.

Reffgen: „So kommen wir nicht weiter. Am fehlenden Geld darf es nicht scheitern.“ Aus Sicht der BA sei es bereits sehr ärgerlich, dass das Projekt nicht in das diesjährige Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ habe eingebunden werden können. Der BA sei es wichtig, das ehrenwerte Anliegen jetzt nicht noch weiter auf die lange Bank zu schieben.

DOWNLOAD: Antrag – „Haushaltsstelle zur Errichtung einer Stele zum Gedenken an Leo Meyer“