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LEO-MEYER-STELE: „Mahnung für das friedliche Zusammenleben“

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für das Mahnmal zu Ehren Leo Meyers in der Innenstadt hat sich kürzlich die evangelische Kirche eingeschaltet. Ihr Angebot: Die Stele könnte gleich neben der Reformationskirche in der Mittelstraße aufgestellt werden – dort, wo täglich viele Menschen vorbeikommen. Aktuell prüfen die Kirchengremien, ob das Angebot mit einer verbindlichen Zusage bestätigt werden kann.


„Auch als Ausdruck guter, interkonfessioneller Verständigung wertet und begrüßt die Bürgeraktion (BA) die Bereitschaft der evangelischen Kirchengemeinde, dem im 1. Weltkrieg in Belgien humanitär helfenden und im Dritten Reich und während des 2. Weltkriegs verstoßenen und verfolgten jüdischen Mitbürger Leo Meyer auf ihrem Kirchengrund ein Denkmal setzen zu dürfen.“ Damit nimmt BA-Fraktionschef Ludger Reffgen zu dem Vorschlag Stellung, die Leo-Meyer-Stele gleich neben der Reformationskirche aufzustellen – „mitten  im Leben der Stadt“.

Dem Standort komme  auch insofern eine besondere Bedeutung zu, weil er eine gedankliche Brücke von der wechselvollen Kirchengeschichte der Reformationskirche im Mittelalter zu – bis in unsere Zeit reichenden – zeitlosen Themen wie „Verfolgung, Flucht und Kirchenasyl“ schlage und mit dem Monument eine Mahnung für das friedliche Zusammenleben darstelle.

Den von Kulturausschuss-Vorsitzendem Michael Deprez (CDU) ins Gespräch gebrachten förmlichen „Gestaltungswettbewerb“ für die Stele werde die BA unterstützen, so Reffgen. Der Vorschlag, verbunden mit der Maßgabe, „der Stadtrat müsste dafür dann Geld bewilligen“, lasse auf einen Meinungswechsel bei der CDU schließen, die noch bei den Haushaltsplanberatungen im Dezember nicht bereit gewesen sei, für die Stele (wie von der BA-Fraktion beantragt) finanzielle Mittel einzuplanen. „Wir hoffen deshalb, dass dieser Vorschlag letztlich nicht wieder an den Kosten scheitert“, so Reffgen abschließend.