Frischluft-Klimaanlagen für Kindergärten und Grundschulen – BA nimmt neuen Anlauf zur Senkung des Infektionsrisikos

Im März hatte der Hildener Stadtrat die Anschaffung von Luftfiltergeräten für Klassenräume an Grundschulen abgelehnt – vornehmlich aus Kostengründen. Jetzt verschafft ein Förderangebot aus Berlin dem Thema neuen Rückenwind.

Den Einbau von stationären Frischluft-Klimaanlagen in Kindergärten und Grundschulen zu prüfen, fordert die Bürgeraktion (BA) in einem Antrag, den die Fraktion jetzt Bürgermeister Claus Pommer zugeleitet hat. Im Vordergrund stehen dabei Überlegungen, wie die weitere Ausbreitung von Corona-Viren durch Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter vermieden werden kann.

Damit unternimmt die Bürgeraktion einen neuen Anlauf zur Verbesserung der Luftqualität im Elementar- und Primarbereich. Bei ihrer Initiative beruft sich die BA auf ein Förderangebot des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel ist, das Infektionsrisiko, das von potentiell virusbeladenen Aerosolen ausgeht, durch Erhöhung der Frischluftzufuhr und durch Luftdesinfektion in öffentlichen Einrichtungen zu senken.

„Gute Raumluft ist gut fürs ‚Lernklima‘!“ 

Wörtlich bezieht sich die BA auf eine Nachricht von Kanzleramtsminister Helge Braun, der vor einigen Tagen für die Fördermaßnahme mit den Worten „Achtung Schulträger: Ab sofort fördert das Wirtschaftsministerium den Neueinbau von stationären Frischluft-Klimaanlagen in Kindergärten und Grundschulen zu 80 %!“ auf seinem (verifizierten!) Twitter-Account Werbung machte. Wörtlich fügte der Minister hinzu: „Gut gegen #Corona und auch langfristig ist gute Raumluft gut fürs ‚Lernklima‘! ToDo: In den Sommerferien einbauen!“

„Die Empfehlung aus dem Kanzleramt als Arbeitsauftrag für die Ferien mag sehr sportlich sein“, räumt BA-Fraktionschef Ludger Reffgen ein. Wichtiger sei, dass der Fördertopf des Wirtschaftsministers die Frage, ob sich die Stadt diese Investition zur Verbesserung der Luftqualität an Hildener Kindergärten und Grundschulen leisten kann, auf eine neue Entscheidungsgrundlage stelle.

Bereits Anfang des Jahres hatte die BA dem Rat vorgeschlagen, mobile Luftreiniger für den Einsatz in Grundschulklassen anzuschaffen. Der Antrag war vor allem aus Kostengründen von den Mehrheitsfraktionen im Stadtrat abgelehnt worden.

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