Zum Thema Hochwasserschutz fünf Jahre nach der verheerenden Flut in Hilden bemerkt der Vorsitzende der gemeinsamen Ratsfraktion von Bürgeraktion (BA) und Piraten, Ludger Reffgen:
„Stadt und Bergisch-Rheinischer-Wasserverband (BRW) beeilen sich immer wieder, beim Thema Hochwasser-Risiko die Eigenverantwortung der Menschen in den Vordergrund zu stellen.“ Die Möglichkeiten für Privatleute, so Reffgen, eigene Schutzmaßnahmen zu treffen, stießen vielerorts jedoch an Grenzen. „Vor allem dort, wo die Nachbarschaft zu Bachläufen auf öffentlichem Grund und Boden die Wirksamkeit eigener Schutzaktivitäten drosseln.“
Das sei in Hilden an vielen Stellen der Fall. „An solchen Stellen sind die Anwohner von Fließgewässern darauf angewiesen, dass die für den öffentlichen Raum zuständigen Institutionen wie Stadt und BRW ihrer im allgemeinen Interesse liegenden Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung nachkommen. Hier besteht fünf Jahre nach dem verheerenden Hochwasser noch immer Nachholbedarf, weil nicht einmal die gravierendsten Schwachstellen alle abgearbeitet sind“, erläutert der Fraktionschef.
Es reiche in solchen Fällen – beispielsweise gelte das für den Hoxbach im Bereich Meide – nicht, gebetsmühlenartig auf die Eigenverantwortung der Menschen zu verweisen, „wenn diese persönlich von privater Seite alles erdenklich Mögliche zum Schutz von Hab und Gut getan haben“, lagebedingt gegenüber dem äußeren Einfluss, der von öffentlichen Gewässern ausgeht, jedoch hilflos seien. Reffgen: „Wo die private Verantwortung endet, beginnt die öffentliche. Das sollten Stadt und BRW wissen. Sie können sich an solchen Orten nicht mit Verweis auf Andere ihrer Verantwortung entziehen.“
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